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Finanzierungsregeln
Finanzierungsregeln sind im Allgemeinen sehr theoretisch und lassen sich häufig in der Praxis nur bedingt umsetzen. Je nach Branche und Unternehmen müssen diese abgestimmt werden; in ihrer klassischen Form finden sie kaum Verwendung.
Dennoch lässt sich sagen, dass derjenige, der sie befolgt, ein wesentlich geringeres Risiko hat, seine Liquidität zu gefährden oder den Überblick über seine Schulden zu verlieren.
Sie bieten zusätzlich Hilfestellung bei der Frage, wie welches Kapital auf Dauer finanziert werden soll. Im Folgenden werden diese Finanzierungsregeln vorgestellt und auf den Zeitraum hin betrachtet, den die Mittel im Unternehmen bleiben.
- Goldene Finanzierungsregel: Die Kapitalüberlassungs- und Kapitalbindungsdauer muss übereinstimmen.
- Goldene Bilanzregel: Anlagevermögen ist durch Eigenkapital zu finanzieren. Bei langfristigem Anlagevermögen ist dieses durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital zu finanzieren.
- Merke: Langfristig gebundenes Kapital ist langfristig zu finanzieren. Kurzfristiges Kapital ist kurzfristig zu finanzieren.
Finanzierungsbedarf
Hier geht es um die Frage, wie lange ein bestimmter Kapitalbedarf benötigt wird, sprich die Kapitalbindungsdauer. Es lassen sich grundsätzlich drei Kategorien unterscheiden:
- Langfristig (über fünf Jahre)
Beispiele: Grundstücke, Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge - Mittelfristig
- Kurzfristig (max. ein Jahr)
Beispiele: Löhne, Miete, Gehälter, Material usw.
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