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Ferdinand Piech

Man mag annehmen, dass es als Enkel von Ferdinand Porsche keiner Arbeit bedarf, um ein finanziell abgesichertes und bequemes Leben zu führen. Doch Ferdinand Piëch ruhte sich nicht auf dem Ruf seines Großvaters aus, sondern machte selbst Karriere.

Als knallharter Manager wird ihm nachgesagt, menschlich schwer umgänglich zu sein, doch einen »Kampf gewinnt man« nach Angaben Piëchs auch »nicht mit Freundlichkeit«. Derweil hat Piëch in seiner langjährigen Karriere in der Automobilbranche alle großen Betriebe kennen gelernt und zahlreiche Erfolge gefeiert.

Nicht immer standen ihm die Kritiker besonnen gegenüber und es gab Zeiten, in denen er einen schweren Stand hatte, jedoch fand Piëch schlussendlich immer einen Weg, den es zu beschreiten galt. So verschaffte Piëch Audi das Markenbild, qualitativ hochwertige Autos der Mittel- und Oberklasse herzustellen und ließ moderne Motoren mit HDI-Technologie entwickeln.

Allerdings gab es auch Fehlschläge. Der Versuch, mit VW in den Premiumsektor vorzustoßen, missglückte und der Phaeton wurde zu einem Kostenriesen. Dennoch schaffte Piech es, neue Konzepte sowohl für Volkswagen als auch das Tochterunternehmen Seat zu entwickeln, die sich in einer finanziellen Krise befanden. 1997 holte er VW durch seine Reformen aus den roten Zahlen und machte es zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Automobilbranche.

Piëch ist nicht nur einer der erfolgreichsten Manager Deutschlands, sondern er gilt auch als einer der fortschrittlichsten Entwickler im Bereich der Fahrzeugkonstruktionen. Zudem ist er als bekennender Legastheniker noch Symbolfigur einer oftmals fehl eingeschätzten Krankheit.

Um sich ein besseres Bild machen zu können, wie der Lebensweg des Ferdinand Piëchs aussieht, finden Sie nachfolgend die wichtigsten Stationen in seinem Leben aufgezeichnet.

1937Geboren am 17. April in Wien, Österreich.
Studium der Ingenieurswissenschaften an der ETH Zürich.
1963Beginn der Karriere bei seinem Onkel Ferry Porsche in Stuttgart-Zuffenhausen als Sachbearbeiter in der Versuchsabteilung.
1966Leiter der Versuchsabteilung.
1968Leiter der Entwicklungsabteilung.
1971Technischer Geschäftsführer bei Porsche.
1972Piëch wechselt zur VW-Tochter Audi nach Ingolstadt.
1975Piëch wird in den Vorstand berufen.
1983Wahl zum stellvertretenden Vorsitzenden von Audi.
1988Ferdinand Piëch wird Vorstandsvorsitzender der Audi AG.
1992Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG.
1993Ferdinand Piëch wird Vorstandsvorsitzender von Volkswagen in Wolfsburg.
2002Ferdinand Piëch wechselt vom Vorstandsvorsitzenden von Volkswagen zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates.

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