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Sicher durch die Probezeit

»So ein verdammter Mist!« Sabine Müller war fassungslos. Monatelang hatte sie Stellenanzeigen gesichtet, Bewerbungen geschrieben und sich durch Vorstellungsgespräche und Assessment-Center gekämpft. Dann endlich hatte sie die passende Stelle gefunden.
Vor drei Monaten dachte sie noch, sie hätte es geschafft. Der Job war genau der, nach dem sie so lange gesucht hatte. Er forderte sie, sie konnte ihr Wissen einbringen und hatte - ihrer Ansicht nach - den Laden auch mal auf Vordermann gebracht.

Und jetzt das. Der Chef hatte Sie ins Büro gebeten und ihr die Kündigung überreicht. Warum bloß? Sabine war sich keiner Schuld bewusst. Schließlich hatte sie in kurzer Zeit viel bewegt.
Naja, mit den Kollegen hatte es vielleicht nicht hundertprozentig funktioniert, doch Sabine war sich sicher, dass die sich irgendwann auch wieder eingekriegt hätten. Irgendwer musste Ihnen schließlich mal zeigen, wo sie effizienter arbeiten könnten und welche Fehler sich immer wieder einschlichen. Aber das konnte ja wohl kein Kündigungsgrund sein, oder?

Sabine ist daran gescheitert, worin schon viele vor ihr erfolglos waren. Die Probezeit ist nicht nur dazu da, die fachlichen Kompetenzen zu prüfen, sondern auch um zu sichten, wie sich jemand in das soziale Gefüge des Unternehmens integriert. Und genau dort hatte es bei Sabine gehapert. Sie war wie ein Berserker in das Unternehmen eingefahren und hatte es sich innerhalb kürzester Zeit mit einem Großteil der Belegschaft verscherzt.

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