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Großer Studentenzuwachs an Hochschulen ohne Studiengebühren

Erstmals seit dem Jahr 2003 ist die Zahl der Studienanfänger an deutschen Universitäten leicht gestiegen. Wie das statistische Bundesamt bekannt gab, haben 358.200 Abiturienten 2007 ein Studium begonnen. Dies bedeutet einen Zuwachs von 3,8 Prozent im Vergleich zum Jahr 2003. Damit ist das Bildungsministerium dem Ziel einen Schritt näher gekommen, bis zum Jahr 2020 eine Studierendenquote von 40 Prozent zu erreichen. Mit 36,6 Prozent liegt der Wert jedoch im Soll, um den beschriebenen Hochschulpakt umzusetzen.

Besonders interessante Details gibt die Entwicklung der Verteilung der Studienanfänger auf die Hochschulen in Deutschland preis. Demnach sind gerade in den neuen Bundesländern die Neuimmatrikulationen deutlich höher ausgefallen als in den alten Bundesländern. Besonders Sachsen (9 Prozent) und Berlin (12 Prozent) haben einen deutlichen Anstieg an »Erstsemestlern« zu verbuchen.
Das Saarland (-2 Prozent) und Hessen (-0,4 Prozent) mussten sich dagegen mit rückläufigen Einschreibungszahlen abfinden.

Eine der Ursachen für diese unterschiedliche Entwicklung liegt in der abweichenden Handhabung der Studiengebühren begründet. Die neuen Bundesländer haben noch keine allgemeinen Studiengebühren erhoben, was im zurückliegenden Jahr sicherlich zu einem Anstieg der Neuimmatrikulationen beitrug.

Es bleibt abzuwarten, inwieweit sich die verbesserten Bedingungen beim BAföG im nächsten Jahr auf die Studentenzahlen auswirken und ob sie die abschreckende Wirkung der Studiengebühren kompensieren kann.

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