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Der Kampf um die Frage nach den Gehältern
»Über Geld spricht man nicht.«, so halten es die meisten Deutschen. Daher gilt auch die Frage nach dem Gehalt häufig als indiskret und ist verpönt. Gerade um dieses ging es jedoch vor kurzem in einer Debatte im Bundestag.
Die Bundesregierung sieht es als notwendig an, die Gehälter der Vorstandsmitglieder von Aktienunternehmen offen zu legen und hat zu diesem Zweck schon fertige Gesetze vorgelegt. Diese Maßnahme liegt in dem Wunsch nach Transparenz für die Aktionäre begründet. Die sollen wissen, wofür die Gelder der Gesellschaft investiert werden und das beinhaltet auch jene, die für den Vorstand aufgewendet werden.
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Halten Sie es für richtig, dass die Gehälter von Managern offengelegt werden?
Diese Idee ist aus Sicht der Gesellschaft und vor allem der Aktionäre erst einmal nachvollziehbar. Jedoch darf man auch hier nicht vergessen, dass die Löhne letztlich Personen gezahlt werden, die ebenso einen Anspruch auf Privatleben und Diskretion haben sollten und somit nicht auf Meinungen der Aktionäre Rücksicht nehmen müssen.
Daher stellt sich die Frage, welche Interessen Vorrang haben sollten. Auf der einen Seite steht der Aktionär, der sich mit viel Geld an einem Unternehmen beteiligt und daraufhin das Recht hat, über die Geschehnisse informiert zu werden. Auf der anderen Seite steht der Manager, der neben seiner Tätigkeit im Unternehmen ein Leben hat, in dem er Anspruch auf dieselben Rechte hat wie eine Arzt, Beamter, Selbstständiger oder Angestellter.
Nun könnte man an dieser Stelle argumentieren, dass ein Manager im Vorfeld davon ausgehen muss, in das Licht der Öffentlichkeit gerückt zu werden und daher Themen wie Privatsphäre zweitrangig sind. Andererseits kann man ebenso darlegen, dass das öffentliche Interesse irgendwo ein Ende haben muss und die Privatperson trotz - oder gerade wegen - der öffentlichen Rolle Schutz verdient.
Auch die Meinungen der betroffenen Manager gehen auseinander. Einige der Wirtschaftsbosse haben direkt ihre Gehälter offen gelegt, andere weigern sich bis heute, sich von Fremden in ihre Lohntüte schauen zu lassen. Oftmals wird auch nur der Gesamtbetrag genannt, der den finanziellen Aufwand für den kompletten Vorstand aufzeigt.
Letztlich könnte schon damit das Interesse der Aktionäre zufrieden gestellt sein, da sie mit dieser Angabe wissen, wie viel Geld für das Management aufgebracht wird.
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