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Mobbing
Der Ursprung des Wortes Mobbing liegt in Schweden, wo ein Mediziner Gruppenangriffe von unterlegenen Tieren auf einen überlegenen Gegner mit diesem Wort umschrieben hat. Heutzutage wird der Ausdruck in anderen Bereichen gebraucht, wenngleich er seine ursprüngliche Bedeutung nicht gänzlich verloren hat.
Allerdings wurde sie von der Tierwelt in die Arbeitswelt übertragen, wo der Begriff immer dann verwendet wird, wenn ein Arbeitnehmer von seinen Kollegen schikaniert und belästigt wird.
Dabei kommt es jedoch nicht auf die Stellung der einzelnen Personen an. Mobbing zieht sich von unteren Entscheidungsebenen bis hin zu Manageretagen. Doch nicht jedes Ärgern ist auch gleich Mobbing. Besonders wichtig bei der Definition dieses Wortes sind häufig wiederkehrende Handlungen der Kollegen, die immer auf die gleiche Person abzielen.
Die Art und Weise des Mobbings kennt dabei keine Grenzen, es reicht von direkten verbalen Äußerungen über üble Nachrede bis hin zu Handgreiflichkeiten. All diese Taten geschehen während der Arbeitszeit oder in direkter beruflicher Situation.
Demnach ist nicht jeder Konflikt mit Kollegen oder dem Chef als Mobbing zu bezeichnen und in häufig können diese Auseinandersetzungen einfach und ohne Folgen aus der Welt geschaffen werden. Mobbingopfer leiden dagegen sehr unter den regelmäßigen, meist willkürlichen Attacken gegen die eigene Person.
In vielen Fällen wird Mobbing zum Auslöser für Krankheiten, wie beispielsweise Depressionen, was zu einem Fernbleiben vom Arbeitsplatz führen kann. In Deutschland sind circa 1.000.000 Erwerbstätige Opfer ihrer Kollegen. Pro Mobbingopfer und deren daraus resultierenden Krankheitstagen fallen für den Arbeitgeber pro Tag Kosten zwischen 100 und 400 Euro an. Das bedeutet, dass die Wirtschaft in Deutschland alleine durch das Thema Mobbing zusätzliche Kosten zwischen 1.000.000.000 und 400.000.000.000 Euro in Kauf nehmen muss. Diese Zahlen beruhen allerdings lediglich auf Schätzungen, sind in Ihrer Höhe jedoch alarmierend.
Nutzerkommentare zu diesem Artikel
Kommentieren | Kommentare 1 bis 4 von 4
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Alex
kommentierte am 21. Dezember um 9:58 Uhr:
»Hallo,
anscheinend lassen sich mit Mobbing einige sehr ’angeheme’ Dinge umsetzen, wie das cachieren der eigenen Arbeitseinstellung, die Ausräumung persönlicher Differenzen oder das lang ersehnte Kündigen eines unliebsamen Mitarbeiters/Kollegen.
Traurig nur, dass in euren Berichten die Täter immer unbehelligt davonkamen.
Hat da vielleicht jemand schon einmal andere Erfahrungen gemacht?
P.S.: Ich bin gestern auf der (wiedermal stark verspäteten) Suche nach Weihnachtsgeschenken auf ein Buch gestoßen:
Robert I. Sutton
Der Arschloch - Faktor
Vom geschickten Umgang mit Aufschneidern,
Intriganten und Despoten in Unterhemen
Ich hatte leider keine Zeit das Buch zu sorgfältig zu sichten, aber es sah auf den ersen Blick recht interessant aus.« -
Marina Scherer
kommentierte am 20. Dezember um 9:39 Uhr:
»Guten Morgen,
ich habe ähnliches erlebt. Mobbing ist etwas, dass ich niemandem wünsche. Bei mir war es so, dass ich in ein Unternehmen gekommen bin, wo es viele junge Mitarbeiterinnen gab, die wirklich eher in den Kindergarten gehört hätten.
In meinen ersten Wochen, wo ich gleich erfolgreich meine Aufgaben erledigte, bemerkte ich auf einmal, dass die meisten meiner Kolleginnen anfingen zu tuscheln und mit dem Finger auf mich zeigten. Ich wusste nicht was los war.
Eine neutral eingestellte Kollegin berichtete mir dann, dass das Gerücht kursiert, dass ich nur erfolgreich wäre, weil ich mit dem Chef schlafen würde. Ich dachte mir zunächst, Gerüchte bleiben unter Kollegen, doch da hatte ich mich getäuscht. Eine Kollegin hatte dem Chef berichtet, dass ich erzählen würde, dass ich eine Affäre mit ihm hätte und dadurch mir Vorteile verschaffen könnte.
Daraufhin folgten Gespräche und beinahe eine Kündigung.
Doch meine Antwort war, dass ich freiwillig ging.Wie soll man dann noch in Ruhe und mit klarem Kopf arbeiten?
Meine Kolleginnen wurden nicht zur Rechenschaft gezogen.Heute bin ich Freiberuflerin und es geht mir hervorragend.
Das kann ich nur jedem empfehlen.« -
laura
kommentierte am 10. Dezember um 19:22 Uhr:
»Hallo Lisa,
ich kann nur sagen, dass sich in Unternehmen die unfassbarsten Dinge abspielen. Ich war zwar nicht selbst betroffen, aber ein enger Bekannter von wurde Opfer des Mobbing. Er hat mir immer wieder Dinge erzählt, die ich überhaupt nicht fassen konnte. Es spielen sich Szenen wie im Kindergarten ab. Unter anderem wurden ohne sein Wissen seine Firmenpräsentationen und Exceltabellen verwandt, ohne ihn auch nur ein einziges mal zu fragen. Als er dieses dann mitbekommen hatte, überlegte er sich, wie er den vermeintlichen Kollegen wohl stellen könnte und legte so ein Passwortschutz über eine seine Excelkalkulationen. Wenig später kam der erste Kollege vorbei und meinte nur "Du Arschloch!", woraufhin weitere verbale Attacken auf meinen Kollegen folgten, dabei wollte er ihnen keineswegs das Dokument verweigern, sondern einfach ein wenig Achtung und Zusammenarbeit unter Kollegen. Diese ist nur eine Geschichte von vielen, die ich gehört habe.
Man kann sich gar nicht vorstellen, was hinter geschlossenen Bürotüren alles vor sich geht und ich denke, dass es wichtig ist, darüber zu sprechen, um diesen Vorkommnissen in der Zukunft vorzubeugen!
P.S. Der Chef hat von dem ganzen Geschehen übrigens nichts mitbekommen, da dieser meistens unterwegs war und auch sonst eher auf der Seite seine alteingesässenen Mitarbeiter war, obwohl mein Bekannter sich im Gegensatz zu diesen um jeden "Dreck" gekümmert hat.
Ich hoffe, ich konnte Anstoß für weitere Diskussionen geben!Schönen Abend Laura«
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Lisa
kommentierte am 10. Dezember um 16:25 Uhr:
»Hallo zusammen,
ich hab mir gerade den Artikel zum Thema Mobbing durchgelesen.
Hätte ja nicht gedacht, dass das solche gesundheitlichen Auswirkungen haben kann.
Und dass das die Wirtschaft so beeinflusst.
Deswegen wollt ich hier jetzt einfach mal eine kleine Umfrage starten.
Hattet Ihr damit schon selbst Erfahrungen ? Und wenn ja, wie seid Ihr damit umgegangen?Oder habt Ihr das in Eurem Umfeld erlebt?
Wie reagiert man dann eigentlich am besten? Konfrontiert man die, die es machen oder geht man doch besser zum Vorgesetzten? Schließlich könnte man selbst sonst auch ins "Visier" rücken.Bin mal auf Eure Erfahrungen gespannt.«
